Welches Potenzmittel hilft wirklich bei Potenzproblemen?

Potenzprobleme sind für Betroffene oft sehr belastend. Eine Behandlung ist für viele daher ein Muss, um sich diesen Problemen zu stellen. Beginnt man im Internet zu recherchieren, was man gegen erektile Dysfunktion tun kann, wird schnell klar, dass es eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten gibt. Von Viagra bis hin zu Psychotherapie und Akupunktur finden sich zahlreiche Optionen. Doch welches Potenzmittel hilft wirklich bei Erektionsstörungen?


Welche Arten von Potenzmitteln gibt es?

PDE-5-Hemmer

Als PDE-5-Hemmer wird eine Potenzmittel-Wirkstoffgruppe bezeichnet, die das Enzym Phosphodiesterase-5 hemmt und somit eine Erektion fördert. PDE-5-Hemmer unterstützen die natürliche Reaktion des Körpers auf sexuelle Stimulation, indem sie das Enzym Phosphodiesterase-5 in den glatten Muskelzellen des Penis blockieren.

In diesen Zellen ist GMP immer vorhanden. Wenn Stickoxid in die Glattmuskelzelle eintritt, wird GMP in zyklisches GMP (cGMP) umgewandelt, was eine Erektion verursacht.

cGMP wird normalerweise durch das Enzym Phosphodiesterase-5 abgebaut. PDE-5-Hemmer verhindern, dass dieses Enzym wirkt. Das bedeutet, dass cGMP länger im glatten Muskel bleibt, was die Erektion erleichtert.

PDE-5-Hemmer verursachen an sich also keine Erektion, aber sie verstärken die normale Reaktion auf sexuelle Stimulation im Körper. Sexuelle Stimulation muss gegeben sein damit PDE-5-Hemmer ihre Wirkung entfalten. Ist diese gegeben sind PDE-5-Hemmer aber sehr wirkungsvoll. Diese Potenzmittel gehören zu den PDE-5-Hemmern:

Sildenafil (Viagra)

Viagra von der Firma Pfizer ist seit seiner Erscheinung in den 90er Jahren das beliebteste Medikament gegen erektile Dysfunktion. Es ist in den Dosierungen 25mg, 50mg und 100mg erhältlich, beginnt nach ca. 30 Minuten zu wirken und bleibt ungefähr 8 Stunden wirksam.

Tadalafil (Cialis)

Cialis von Eli Lilly ist in den Dosierungen 5mg, 10mg und 20mg erwerblich. Die Wirkung tritt ungefähr eine Stunde nach der Einnahme ein und kann bis zu 36 Stunden anhalten. Durch seine niedrige Dosierung und lange Wirkungsdauer kann es in Form einer sogenannten „Konstanz-Therapie“ täglich eingenommen werden. So bleibt es rund um die Uhr wirksam und man muss nicht extra vor sexueller Aktivität an die Einnahme einer Pille denken.

Vardenafil (Levitra)

Spedra von Meranini Berlin Pharma gibt es in den Dosierungen 50mg, 10mg und 200mg. Seine Wirkung entfaltet sich nach 15-30 Minuten und bleibt dann zwischen 6 und 15 Stunden wirksam.

Natürliche Potenzmittel

Die Wirkung von natürlichen Potenzmitteln ist medizinisch gesehen umstritten. Trotzdem werden sie von einigen Betroffenen bevorzugt und sollten nicht außer Acht gelassen werden. In den letzten Jahren hat die Forschung betreffend natürlicher Alternativen zu Viagra und Co. auch stark zugenommen.

L-Arginin

Einige Beweise deuten darauf hin, dass hohe Dosen von L-Arginin die erektile Dysfunktion verbessern, indem es den Blutgefäßen hilft, sich weiter zu öffnen, was den Blutfluss zum Penis verbessert. Nebenwirkungen gelten im Allgemeinen als mild, können aber Krämpfe, Durchfall und Übelkeit beinhalten. L-Arginin sollte nicht mit PDE-5-Hemmern kombiniert werden.

Ginkgo

Ginkgo kann die Durchblutung des Penis erhöhen, was das sexuelle Verlangen und die ED verbessern kann. Dieses Ergänzungsmittel kann jedoch das Risiko von Blutungen erhöhen. Menschen, die Blutverdünner einnehmen oder eine Blutungsstörung haben, sollten mit ihrem Arzt sprechen, bevor sie Ginkgo einnehmen.

Ginseng

Es gibt mehrere Arten von Ginseng. Viele von ihnen haben positive Effekte auf Impotenz. Einige Formen von Ginseng können allerdings unangenehme Nebenwirkungen – wie z.B. Schlaflosigkeit - haben.

Mechanisch wirkende Potenzmittel

PDE-5-Hemmer und natürliche Potenzmittel haben eine starke Gemeinsamkeit: Beide Gruppen werden oral eingenommen. Es gibt aber auch Potenzmittel, die auf alternative Weisen wirken:

Penispumpe und Penisring

Die Behandlung mit einer Penispumpe funktioniert so: Die Pumpe wird über den Penis gestülpt und betätigt. Es entsteht ein Vakuum, dass dafür sorgt, dass Blut in den Penis schießt. Ist eine Erektion erreicht, wird die Pumpe entfernt und ein Ring über den Penis gezogen, der beim Sex dortbleibt.

Dieser sorgt dafür, dass das Blut den Penis nicht zu schnell wieder verlässt. Diese Methode funktioniert, ist aber auf Dauer für viele unangenehm. Außerdem hat sie den Nachteil, dass der Ring nur maximal 30 Minuten auf dem Penis bleiben sollte und man nicht öfter als 2-3 Mal in der Woche auf diese Art Sex haben sollte.

Cremen

Auch Cremen können gegen erektile Dysfunktion wirken. Cremen wie Vitaros mit dem Wirkstoff Alprostadil werden direkt auf den Penis aufgetragen, um eine Erektion zu bewirken. Grundsätzlich löst sie eine verstärkte Blutzufuhr in den Penis aus. Die Wirkung tritt innerhalb von 5 bis 30 Minuten ein und bleibt zwischen ein und zwei Stunden bestehen. Die Nebenwirkungen solcher Cremen – zu denen brennende Ausschläge, Entzündungen und auch diverse Nebeneffekte beim Partner zählen – sind für viele Betroffene allerdings ein Grund gegen diese Behandlung.

Akupunktur

Bei der Akupunktur handelt es sich um handelt es sich um eine Behandlungsmethode der traditionellen chinesischen Medizin. Dabei werden Nadeln an gewissen Punkten im Körper eingeführt. Ein Behandlungstermin pro Woche und insgesamt acht bis zehn Sitzungen sollen bei erektiler Dysfunktion helfen.

Psychotherapie

Manchmal kann Impotenz auch psychische Gründe haben. In solchen Fällen kann es sehr wirkungsvoll sein, mit einem Psychologen über die tiefsitzenden Auslöser der Problematik zu reden. Zu psychischen Gründen für erektile Dysfunktion zählen z.B. Stress, Traumata oder Angstzustände.

Manchmal kann Impotenz auch psychische Gründe haben. In solchen Fällen kann es sehr wirkungsvoll sein, mit einem Psychologen über die tiefsitzenden Auslöser der Problematik zu reden. Zu psychischen Gründen für erektile Dysfunktion zählen z.B. Stress, Traumata oder Angstzustände.

Welches Potenzmittel wirkt wirklich gegen Erektionsstörungen?

Es lässt sich klar sagen, dass Viagra nicht ohne Grund der Spitzenreiter unter den Potenzmitteln ist. PDE-5-Hemmer sind die wirksamsten Potenzmittel, die es momentan gibt. Verträgt man sie gut und hat keine andere Krankheit, die in Verbindung mit einem PDE-5-Hemmer zu Nebenwirkungen führt, ist ein PDE-5-Hemmer sicher die wirksamste Behandlungsmöglichkeit von erektiler Dysfunktion. Ob Viagra, Cialis, Levitra oder Spedra die persönlich beste Wahl ist, sollte mit einem Arzt besprochen werden.